| 1857 - 1934 | |||
| Geboren 1857 in Broadheath bei Worcester als Sohn eines Musikalienhändlers und Organisten, war Edward Elgar im Wesentlichen Autodidakt. Schon mit zwölf Jahren - er kannte noch nicht die Musiknotation - schrieb er seine ersten Kompositionen. Die Anerkennung seiner Werke blieb ihm aber lange Zeit versagt. So war er zunächst als Organist, Violinlehrer und freier Musiker tätig. Erst 1897 machte er mit einer Festkomposition zum 60jährigen Regierungsjubiläum von Königin Victoria auf sich aufmerksam. Weitere Erfolge mit Oratorien, die bei den in England traditionellen Musikfesten aufgeführt wurden, schlossen sich an. Den großen Durchbruch errang Elgar mit dem 1900 uraufgeführten Oratorium „The Dream of Gerontius“. Nun häuften sich die Auszeichnungen: 1904 wurde er geadelt, 1911 erhielt er den „Order of Merit“ und 1924 den Titel „Master of the King's Music“. Auch mit Ehrendoktoraten wurde er bedacht. 1914 wurde er von der Grammophon-Gesellschaft als Dirigent seiner eigenen Werke engagiert - bis zu seinem Tode 1934 entstanden nun Aufnahmen, die eine einzigartige Dokumentation seines Schaffens darstellen. Elgar hatte seine eigene Art des Lernens: In seiner Jugend war er damit beschäftigt, die Partituren und Textbücher in der Musikalienhandlung seines Vaters zu studieren und für Ensembles Abschriften anzufertigen (wodurch er Einblick in den Aufbau einer Partitur und in die Orchestrierung erhielt). Auch entwickelte er eigene musikalische Gedanken, die er niederschrieb und die auch noch viel später Eingang in seine Werke fanden. In London besuchte er in jeder freien Minute Opern und Konzerte und erschloß sich so das klassische und romantische Repertoire. Mit diesem musikalischen "Rüstzeug" ausgestattet, entwickelte Elgar in der Folge eine eigenständige Musiksprache, die - ausgehend von der Klassik und Neudeutschen Schule - auch Elemente älterer englischer Musik und der Folklore einbezog. Elgars Schaffen umfaßt ein weites Spektrum an Besetzungen: Neben Opern finden sich weltliche und geistliche Chorwerke bzw. für Sologesang mit oder ohne Orchester, Orchesterwerke (u. a. Suiten, Ouverturen und Charakterstücke) sowie Kammermusik und Klavier- bzw. Orgelstücke. Heute wird nur eine kleine Anzahl daraus regelmäßig aufgeführt, am häufigsten wohl die „Enigma-Variationen“ op. 36 und die „Elegie“ op. 58. Werke im Repertoire |
![]() Sir Edward Elgar | ||
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