Wiener KammerOrchester  -  We C7; music
Wiener
KammerOrchester
Luigi Boccherini

1743 - 1805
Der berühmte Musikwissenschaftler Giuseppe Carpani behauptet, dass sich Mozarts Stil von Haydn und Boccherini ableitet, womit der Letzteren mit den großen Klassikern auf ein und die selbe Ebene setzt. Für Carpani trat Mozart in die Fußstapfen des toskanischen Musikers in Bezug auf seine verkettete Kompositionsform, die Ernsthaftigkeit sowie den schwermütigen Ausdruck, den die Musik beider
Komponisten an manchen Stellen ausstrahlt. Ein Mozart-Kenner wie Georges de Saint-Foix
schließt die Möglichkeit nicht aus, dass Mozart die vom Artaria-Verlag in Wien veröffentlichten
Werke Boccherinis studiert haben könnte. Der Musikwissenschaftler Giorgio Pestelli
behauptet, dass ,,zu Beginn der siebziger Jahre Boccherini dank seiner melodischen Fähigkeiten, technischen Reife im Umgang mit dem Quartett, sprachlicher Vielfalt und begeisterter Offenheit
gegenüber den zeitgenössischen Werten mit Haydn und Mozart auf einer Ebene stand.

Luigi Boccherini war italienischer Komponist und Cellist und wurde am 19. Februar 1743 in Lucca geboren und starb am 28. Mai 1805 in Madrid.
Boccherini wurde bereits mit 14 Jahren Cellist am Hoftheater in Wien. 1761 kehrte er nach Lucca zurück, wo er erster Cellist der Kapelle der Republik von Lucca wurde.
Ab 1765 gab er zusammen mit dem Geiger F. Manfredi Konzerte in Norditalien; 1767 gingen sie nach Paris, wo Boccherinis erste Werke publiziert wurden. 1770 ernannte man Boccherini zum Kammerkomponisten des spanischen Infanten Don Luis, später wurde er Kapellmeister der Herzogin von Benavente.
Ab 1785 bezog er eine 'Pension' vom König Karl III. und 1787 ernannte ihn König Friedrich Wilhelm II. zum Kammerkomponisten und setzte ihm eine Pension aus. So schrieb Boccherini, obwohl er in Madrid blieb, für etwa 10 Jahre vor allem Musik für den preußischen König. Beim Tod des Herrschers wurde seine Pension widerrufen, und er mußte seine letzten Lebensjahre mit der durch die Inflation entwerteten Pension des Königs von Spanien leben.

Hauptwerke:
125 Streichquintette (mit 2 Celli), 91 Streichquartette, 54 Streichtrios, 20 Sinfonien, mehrere Violoncellokonzerte und -sonaten

Quelle:
www.komponisten.at

Werke im Repertoire
Luigi Boccherini
Luigi Boccherini

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