Wiener KammerOrchester  -  We C7; music
Wiener
KammerOrchester
Tamás Varga

* 1969
Tamás Varga wurde 1969 in Budapest geboren, wo er im Alter von sieben Jahren seine Ausbildung begann und 1992 an der Franz Liszt Akademie mit Auszeichnung abschloss. Seine Lehrer waren László Mezõ, Ferenc Rados und György Kurtág.

Besondere künstlerische Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Miklós Perényi, Menahem Pressler und Uzi Wiesel, bei dem er auch als Stipendiat an der Rubin Academy of Music in Tel-Aviv studierte. Nachdem er 1987 zum zweiten Mal den ungarischen Landeswettbewerb gewonnen hatte, avancierte er zu einem der gefragtesten Solisten in Ungarn.

Tamás Varga ist Solocellist der Wiener Philharmoniker. Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählen die regelmäßigen solistischen Auftritte mit diesem Orchester unter Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Zubin Mehta oder Christoph Eschenbach, sowie sein Debut bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall, London. Für die Mozartwoche in Salzburg 2009 ist seine Mitwirkung bei Haydns Sinfonia Concertante unter Seiji Ozawa geplant. Dieses Stück musizierte Tamás Varga inzwischen auch unter der Leitung von Michael Tilson Thomas in den USA und mit Ádám Fischers Österreichisch-Ungarischer Haydn Philharmonie, mit der er ebenfalls Haydns Cellokonzert in D-Dur aufführte.
Er tritt weiterhin regelmäßig als Solist mit allen wichtigen Orchestern Ungarns auf. So bereiste er 2004 mit dem Philharmonischen Orchester Budapest alle großen Städte Spaniens. Auf dem Programm standen die Cellokonzerte Antonin Dvoráks und Camille Saint-Saëns‘. Zahlreiche Solo- und Kammermusikkonzerte führen ihn in fast alle Länder Europas sowie nach Kanada, Südafrika und Japan.

Neben seinen umfangreichen solistischen Tätigkeiten widmet sich Tamás Varga mit Begeisterung kammermusikalischen Projekten. So ist er Mitglied des Wiener Philharmonia Trios und des Wiener Kammerensembles, mit dem er regelmäßiger Gast im Wiener Konzerthaus, bei den Salzburger Festspielen und anderen bedeutenden europäischen Festivals ist. Tamás Varga musizierte während der letzten Jahre u.a. mit Yuri Bashmet, Hildegard Behrens, Philippe Entremont, Zoltán Kocsis, Karl Leister, Marjana Lipovsek, Oleg Maisenberg, Wolfgang Schulz, Tamás Vásáry, dem Bartók-Quartett, dem Küchl Quartett, dem Ensemble Wien, dem Ensemble Wiener Collage und den Wiener Virtuosen.

Von der Presse begeistert gefeiert wurde das von ihm initiierte Konzert „Remembering Piatigorsky“, das anläßlich des 100. Geburtstags des berühmten Cellisten Gregor Piatigorsky im Brahms Saal des Wiener Musikvereins stattfand. Ebenso dokumentieren der Zyklus „Dvorák und die Neue Welt“, den er bei den Wiener Festwochen mit philharmonischen Kollegen und den Pianisten Gottlieb Wallisch und Christopher Hinterhuber gestaltete, sowie Sonaten- und Kammermusikabende bei bedeutenden Festivals wie dem Budapester Frühling oder Rheingau Musikfestival seine Präsenz in der Kammermusikszene.

Seine besondere Liebe gilt dem Musizieren auf Originalinstrumenten. Mit dem Orfeo Orchester Budapest führte er u.a. Cellokonzerte von Haydn und Vivaldi auf. Als er 2004 sämtliche Bachsuiten präsentierte, spielte er Suite Nr.6 auf einem fünfsaitigen Barockcello.

Tamás Varga liegt viel daran, seine Erfahrungen an junge Musiker weiterzugeben. Er gab u.a. Meisterkurse in Kusatsu, Japan, in Pretoria, Süd-Afrika, an der Bruckner Universität in Linz, am Béla Bartók Musikgymnasium und an der Ferenc Liszt Musikuniversität in Budapest, sowie im Rahmen der Gustav Mahler Akademie in Bozen und Potenza, Italien. Im Sommer 1998 war er Dozent beim Gustav Mahler Jugendorchester. Er unterrichtete jahrelang am Internationalen Orchester Institut Attergau.

Tamás Varga hat u.a. sämtliche Suiten für Violoncello von J.S.Bach und die beiden Sonaten für Violoncello und Klavier von Johannes Brahms auf CD eingespielt.

Quelle:
Künstler
Februar 2007

Tamás Varga
Tamás Varga

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