Wiener KammerOrchester  -  We C7; music
Wiener
KammerOrchester
Konzerthaus

Österreichische Musikzeitschrift
Till A. Körber, der sich als ausgebildeter Pianist und Chordirigent das Komponieren weitgehend selbst beigebracht hat, setzt sich in seiner dreisätzigen Sonate für Streichorchester wie im Programmheft angeführt mit "drei Äußerungsformen des Menschen" auseinander.

Man möchte meinen, dass damit Arten der nach außen gerichteten Kommunikation gemeint sind, wobei das Klangbild erstaunlich introvertiert und von gläubiger Innigkeit durchdrungen erscheint.
Dabei ist der erste, nach dem antiken Trauergesang "Threnos" benannte Satz, dessen Motiv im dritten Satz "Canticum" als Gebet wiederkommt, einerseits klagend, andererseits jedoch niemals nach Effekt haschend. Der stets ausgetüftelte Rhythmus tritt im mittleren Satz "Ballata" klarer und doch immer wieder abgebrochen hervor, aber auch hier kommt trotz der tänzerischen Assoziation des Titels wider Erwarten keine Heiterkeit auf.

Dieses Werk hält in sehr ansprechender Art stets die Balance zwischen durchdachter Kompositionsweise und nachvollziehbarem, unaufdringlichem Ausdruck.
In vertrauensvollem Verhältnis setzten Kevin John Edusei und die Musiker des Wiener KammerOrchesters die Herausforderungen überzeugend um.



Zum Konzert : Internationale Preisträger 3 2009/2010

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