| Kronen Zeitung, 28. April 2010 | |||
|
Konzerthaus: T. Tsutsumi, N. Tsouchlos Klassische Frische Gleich zwei Konzerthaus-Debütanten waren beim Matineekonzert des Wiener Kammerorchesters zu erleben: Der Dirigent Nikos Tsouchlos, Leiter der Megaron-Konzerthalle in Athen, und der Cellist Tsuyoshi Tsutsumi. Ein nobler Konzerttermin, bei dem beide vom Publikum herzlich gefeiert wurden. Das Wiener Kammerorchester beweist sich bei diesem Konzert als eine Art Universalensemble. Das bedeutet: Man musiziert Haydn - zum Beispiel seine "Trauer-Symphonie" - mit derselben Farbigkeit, wie man sie bei Benjamin Brittens "Simple Symphony" zeigt, man bringt Leichtigkeit und Schwung ein, begleitet den Solisten mit ebensolcher Hingabe, wie man eine Auswahl der "Griechischen Tänze" von Nikos Skalkottas präsentiert. So, nur so, kann ein Ganzes entstehen, das auch im Klang eine eindrucksvolle Einheit bildet. Es ist also ein Vormittag, der keine Brüche, keine Extremkontraste zeigt. Hier fügen sich Tradition und Freude zusammen. Und der Dirigent Nikos Tsouchlos sorgt für einen einwandfreien Ablauf. Was fällt eigentlich bei diesem Ensemble besonders auf? In erster Linie, dass ein frisches Leuchten vom Musizieren ausgeht, dass hinter dem Spiel ein beachtliches Know-how der Spielarten steht, dass eine Routine - im besten Sinne - hier überall spürbar ist. Hier fügt sich der Cellist Tsuyoshi Tsutsumi untadelig ein; seine Sicht auf das Haydn-Cellokonzert C-Dur ist so klassisch wie sein Spiel souverän wirkt. Mit seinem weiten, leuchtenden Ton kann er die Schönheiten der Zum Konzert : Matinee 5 2009/2010 |
![]() Kronenzeitung vom 28.4.2010 | ||
| |||
|
Disclaimer Impressum | |||

