Donnerstag, 11
Sofiensäle
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Mit MAWOMA, kurz für „Music And WOmen MAestra“, wurde von der Pianistin Clémence Guerrand der erste ausschließlich Frauen vorbehaltene Dirigierwettbewerb ins Leben gerufen. Weltweit gibt es aktuell nur 21 Dirigentinnen – das entspricht lediglich 4% aller Dirigenten, während 586 Männer diesen Beruf ausüben. Es ist allerdings nicht der richtige Weg, Quoten zu setzen, um Frauen zu stärken. Die einzig relevanten Kriterien für die Vergabe von Dirigenten-Posten sollten stets Qualifikation und Können sein.
Ein Wettbewerb schafft nicht nur Aufmerksamkeit für großartige Talente, er erzeugt auch Bewusstsein und Vorbilder für junge Künstlerinnen, um selbst diesen Karriereweg einzuschlagen. Mit MAWOMA soll damit die Unterrepräsentation von Frauen ein Ende finden. „Ich habe diesen Wettbewerb ins Leben gerufen, um eine Bewegung zu schaffen, die weiblichen Vorreiterinnen eine Bühne bietet, an der es immer noch mangelt. Vorbilder sind ausschlaggebend für Musikerkarrieren. Als Kind hatte ich kein Problem damit, mir vorzustellen eine Pianistin zu werden, da es zahlreiche Idole gab.
Ich konnte mich ganz einfach als eine Martha Argerich oder Maria-Joào Pires sehen. Doch an welchem Vorbild kann sich eine junge Frau orientieren, wenn in ihr die Flamme brennt, ein Orchester zu dirigieren? Das Interesse ist weltweit da“, betont Clémence Guerrand. „Denn was könnte femininer sein als das Führen eines Orchesters, bei dem es nicht darum geht zu dominieren, sondern zu vereinen?
Beim Dirigieren musst du dir jedes Orchestermitglieds, jeder Stimme und jedes Instruments bewusst sein; du musst alle Energie zu einer Harmonie verbinden, genauso wie ein Maler die Farben in einem Bild verbindet“, erklärt die Pianistin.
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