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Dirigentin
Alma Deutscher
- * 2005
Biografie
Alma Deutscher, geboren 2005, begann im Alter von zwei Jahren Klavier zu spielen und ein Jahr später Geige. Schon bald improvisierte sie eigene Melodien am Klavier. Mit sechs Jahren schrieb sie ihre erste vollständige Klaviersonate, ein Jahr später folgte die kurze Oper The Sweeper of Dreams. Im Alter von neun Jahren entstand ein Konzert für Violine und Orchester. Mit zwölf komponierte sie ein Klavierkonzert, das sie gemeinsam mit dem Wiener Kammerorchester uraufführte und damit Publikum wie Presse begeisterte. Österreichs meistgelesene Zeitung schrieb: „Mit geschmeidigen, kraftvollen, üppigen Tönen schafft dieses Kind musikalische Wunder.“
Ihr Violinkonzert und ihr Klavierkonzert führte sie mit Orchestern auf drei Kontinenten auf, darunter das Royal Philharmonic Orchestra, das Indianapolis Symphony Orchestra, das Israel Philharmonic Orchestra, das Mozarteumorchester Salzburg und das Shenzhen Symphony Orchestra. 2019 gab sie ihr ausverkauftes Debüt in der Carnegie Hall in New York mit einem Konzert, das ausschließlich ihren eigenen Kompositionen gewidmet war.
Ihre erste abendfüllende Oper Cinderella wurde in Wien uraufgeführt, als sie elf Jahre alt war, und erregte weltweit Aufmerksamkeit, begleitet von umfangreicher Medienberichterstattung in Europa und Nordamerika. 2017 beschrieb Opera Today eine ausverkaufte Produktion an der Opera San Jose als „das Opernereignis des Lebens, bei dem das Publikum aufstand und jubelte“. In der Folge wurde Cinderella an mehreren Opernhäusern Europas gespielt, unter anderem an der Wiener Staatsoper.
Mit Des Kaisers neue Walzer, einem Auftragswerk des Salzburger Landestheaters, wurde 2023 ihre dritte Oper in Salzburg uraufgeführt. 2025 folgte die Uraufführung ihres Balletts The Euterpides durch das American Contemporary Ballet in Los Angeles.
Im Alter von 16 Jahren wurde Alma Deutscher zum Dirigierstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien aufgenommen als jüngste Person, die dort je zugelassen wurde. Noch im selben Jahr dirigierte sie das ORF Radio-Symphonieorchester. Ihr Operndirigierdebüt gab sie 2022 an der Opera San Jose als musikalische Leiterin einer Wiederaufnahme von Cinderella. 2024 kehrte sie dorthin zurück, um Mozarts Die Zauberflöte zu dirigieren, 2026 folgen Cavalleria Rusticana und Pagliacci. Zu ihren Dirigierengagements im Jahr 2026 zählen die New Japan Philharmonic in Tokio, das Wiener Kammerorchester in Wien, die Theater für Niedersachsen Philharmonie in Hildesheim, das Neujahrskonzert im Stefaniensaal in Graz sowie eine Aufnahme mit dem London Symphony Orchestra in London.
Zubin Mehta bezeichnete Alma Deutscher als „eines der größten musikalischen Talente der Gegenwart“. Sir Simon Rattle sagte der BBC: „Alma ist eine Naturgewalt. Ich weiß nicht, ob ich jemals jemandem in diesem Alter begegnet bin, der über eine derart erstaunliche Bandbreite an Begabungen verfügt.“ Die französische Zeitung Le Figaro schrieb: „Alma Deutscher ist ein Stäbchen Dynamit.“
Ihre Musik ist auf CD und DVD veröffentlicht. Die erste CD mit ihren Kompositionen, The Music of Alma Deutscher, erschien, als sie acht Jahre alt war. 2019 veröffentlichte Sony Classical ihr zweites Album, das Klaviersoloalbum From My Book of Melodies. Der deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunk schrieb: „Die Poesie Franz Schuberts, die Melancholie Chopins, die Anmut, Leichtigkeit und Brillanz Mozarts, all dies findet sich in Deutschers Klavierschätzen.“ Die Produktion von Cinderella an der Opera San Jose ist ebenfalls bei Sony Classical auf DVD erhältlich.
Alma Deutscher stand vielfach im Mittelpunkt des internationalen Feuilletons. Umfangreiche Porträts erschienen in führenden Zeitungen weltweit, darunter The New York Times, The Wall Street Journal und die Financial Times, ebenso in zahlreichen großen europäischen Tageszeitungen. Darüber hinaus war sie in Fernsehprogrammen auf der ganzen Welt zu sehen. 2017 widmete ihr die BBC eine einstündige Dokumentation, zudem war sie Gegenstand eines ausführlichen Beitrags in CBS’ 60 Minutes.