
Dirigent
Jan Willem de Vriend
Biografie
Jan Willem de Vriend ist derzeit Chefdirigent des Wiener KammerOrchesters, Erster Gastdirigent des Kyoto Symphony Orchestra sowie Artistic Partner des Bergen Philharmonic Orchestra.
Er gastiert regelmäßig bei Orchestern wie dem Belgian National Orchestra, HR-Sinfonieorchester, Melbourne Symphony, NDR Radiophilharmonie Hannover, Netherlands Radio Philharmonic, Orchestre National de Lyon, Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya, Rotterdam Philharmonic, Royal Concertgebouw Orchestra, Tonhalle Orchester Zürich, Warsaw Philharmonic Orchestra und dem Yomiuri Nippon Symphony.
In der Saison 2025/26 kehrt Jan Willem de Vriend zum Musikkollegium Winterthur, Netherlands Radio Philharmonic, Stavanger Symphony, zu den Stuttgarter Philharmonikern, zum Rotterdam Philharmonic, Trondheim Symphony und zum Tonhalle-Orchester Zürich zurück. Eine konzertante Opernproduktion von Lo Speziale (Regie: Eva Buchmann) führt ihn zu den Ludwigsburger Schloßfestspielen.
Außerdem erschienen jüngst drei neue Aufnahmen: Mozart Klavierkonzerte Nr. 20 & 12 (Dejan Lazić / Bergen Philharmonic Orchestra – Challenge Records), Schumann Sinfonien Nr. 3 & 4 (Stavanger Symphony Orchestra – Challenge Records) sowie Emilie Mayer Sinfonien Nr. 4 & 6 (NDR Radiophilharmonie – CPO).
Jan Willem de Vriend war vormals ständiger Dirigent des Residentie Orkest Den Haag und Chefdirigent des Phion, Orkest van Gelderland & Overijssel. Außerdem war er Erster Gastdirigent des Orchestre National de Lille, der Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya, des South Netherlands Philharmonic und der Stuttgarter Philharmoniker.
De Vriend spielte mit dem Netherlands Symphony Orchestra zahlreiche Werke von Beethoven ein, darunter sämtliche Sinfonien und Konzerte (mit Solisten wie Hannes Minnaar und Liza Ferschtman). Classic FM lobte die 7. Sinfonie für ihre „spritzige Atmosphäre, die der freudvollen Seite des Komponisten vollauf gerecht wird“. Ein weiterer Höhepunkt unter den Aufnahmen für Challenge Records war die Gesamteinspielung der Mendelssohn-Sinfonien mit dem Netherlands Symphony Orchestra sowie der Schubert-Sinfonien mit dem Residentie Orkest.
De Vriend trat international erstmals als künstlerischer Direktor des Combattimento Consort Amsterdam in Erscheinung, das er 1982 gründete und als Konzertmeister bis 2015 leitete. Das auf Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisierte Ensemble entdeckte zahlreiche selten gehörte Werke neu und spielt in historisch informierter Aufführungspraxis auf modernen Instrumenten. Das Gramophone Magazine lobte die Musiker als „versiert, mit technischer Finesse und einem lebendigen Gespür für Gestaltung“. Der gemeinschaftlich orientierte Geist des Ensembles lebt in de Vriends Erforschung des sinfonischen Repertoires fort – besonders bei Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn-Bartholdy, Schumann, Brahms und Johann Strauss.
Im Opernbereich hat de Vriend gemeinsam mit dem Combattimento Consort Amsterdam in Europa und den USA Werke von Monteverdi, Haydn, Händel, Telemann und Johann Sebastian Bach (szenische Fassungen der Jagd- und Kaffeekantate beim Bachfest Leipzig) aufgeführt – alle unter der Regie von Eva Buchmann. Opern von Komponisten wie Mozart, Verdi und Cherubini waren Bestandteil seiner Spielzeiten mit dem Netherlands Symphony Orchestra, darunter auch ein Gastspiel in der Schweiz mit Mozarts Don Giovanni und Rossinis La Gazzetta, wiederum inszeniert von Eva Buchmann. De Vriend hat außerdem Opernproduktionen in Amsterdam (Nederlandse Reisopera), Barcelona, Straßburg, Luzern, Schwetzingen und Bergen geleitet.
In den Niederlanden ist Jan Willem de Vriend durch seine Auftritte im Rahmen von TV- und Rundfunkserien sowie Musikformaten einem breiten Publikum bekannt. 2012 wurde ihm vom niederländischen Radiosender NPO Radio 4 ein Preis für besondere kreative Verdienste um die klassische Musik verliehen.
