Tausend und eine Nacht
Op. 346Walzer
1871
- Verlag
- Kalmus, Luck's, Strauss Ed.
Beschreibung
Uraufgeführt 02.03.1872 in Wien
Der Walzer Tausend und eine Nacht gehört zu jenen Werken, in denen Johann Strauss Sohn den Wiener Walzer mit einem Hauch exotischer Fantasie auflädt. Der Titel verweist auf die orientalische Märchenwelt, doch die Musik bleibt unverkennbar Strauss, elegant, schwebend, und voller melodischer Raffinesse. Schon die Einleitung schafft eine besondere Atmosphäre. Sie wirkt wie ein Vorhang, der sich langsam öffnet, geheimnisvoll und verführerisch, bevor der eigentliche Walzer einsetzt.
In den Walzerteilen entfaltet Strauss eine Folge von Themen, die sich wie kleine Szenen aneinanderreihen. Mal tänzerisch leicht, mal breiter und träumerischer, dann wieder von spritziger Bewegung getragen. Das Orchester glitzert, die Melodien wirken selbstverständlich, und doch ist alles präzise gebaut. Gerade diese Mischung aus scheinbarer Mühelosigkeit und perfekter Dramaturgie macht den Reiz aus.
Tausend und eine Nacht ist kein Walzer, der nur festlich unterhalten will. Er besitzt eine weiche, fast schwelgerische Farbe, die ihn besonders nobel wirken lässt. Er verbindet Wiener Eleganz mit einem Hauch von Traum und Ferne, und genau darin liegt sein besonderer Charme, ein Stück, das den Ballsaal in eine Welt der Fantasie verwandelt.
Instrumente
1 Violine 1, 1 Violine 2, 1 Viola, 1 Cello, 1 Kontrabass, 1 fl, 1 fl/picc, 2 ob, 2 cl, 2 fg, 4 hr, 2 tr, 3 pos, tb, 1 tp, 2 perc