Aus: Saxophonkonzert, 2. und 4. Satz
- 2. Satz: Songs (Andante Cantabile)
- 4. Satz: Toccata (Presto)
I Prelude
II Songs
III Cadenza
IV Toccata
Das Konzert für Altsaxophon und Orchester ist ein monumentales Meisterwerk des angesehenen thailändischen Nationalkünstlers Narongrit Dhamabutra. Die Uraufführung dieses Werkes fand anlässlich des Geburtstagsjubiläums Seiner Majestät König Maha Vajiralongkorn am 28. Juli 2022 statt. Als Solist wirkte der international renommierte Saxophonist Theodore Kerkezos mit. Nach der erfolgreichen Premiere in Bangkok wurde das Konzert anschließend auch international in Zypern, Griechenland und Russland aufgeführt.
Das Werk besteht aus vier ineinander übergehenden Sätzen und hat eine Dauer von ungefähr 22 Minuten. Der erste Satz, „Prelude“, fungiert als Ouvertüre der Komposition. Er ist in Sonatenform gestaltet und präsentiert drei Hauptthemen mit kontrastierendem Charakter: energisch, wohlwollend und lyrisch. Die Durchführung entwickelt eine lebendige dynamische Spannung, während die Reprise das dritte Thema in majestätischer Weise zurückführt. Das Saxophon leitet die Coda mit einer beeindruckenden virtuosen Ausarbeitung gegenüber dem Orchester ein.
Der zweite Satz, „Songs“, ist in langsamem, ruhigem Stil gehalten und in dreiteiliger Form aufgebaut. Dabei werden die beiden berühmten traditionellen thailändischen Lieder „Lao Kam-hom“ und „Lao Duang-duean“ hervorgehoben. Während die thailändischen Themen natürlich fließen, übernimmt der Solist unterschiedliche Rollen, fügt Gegenmelodien hinzu und begleitet zugleich das musikalische Geschehen.
Der Satz „Cadenza“ präsentiert das Saxophon ohne Orchesterbegleitung und entwickelt dabei musikalisches Material aus dem ersten und zweiten Satz weiter. Das Saxophon entfaltet höchste Virtuosität und nutzt das gesamte Klangfarbenspektrum des Instruments unter Einsatz zeitgenössischer Techniken wie Slap Tongue, Multiphonics und Glissando.
Der abschließende Satz „Toccata“ gestaltet sich als intensive musikalische Auseinandersetzung zwischen Saxophon und Orchester mit größter Kraft und Dynamik. Er beginnt mit einer Slap-Tongue-Technik des Saxophons, gefolgt von Variationen eines sechstönigen Motivs in unterschiedlichen Orchesterfarben. Im Mittelteil greift das Orchester die Hauptthemen erneut auf, während das Saxophon mit virtuosen Tonleitermustern und eindrucksvollen Akkordarpeggien antwortet. Der Satz endet mit äußerst kraftvollem und leidenschaftlichem Spiel des Saxophons, geprägt von raschen Tonwiederholungen und dem spielerischen sechstönigen Motiv in energiegeladenen, virtuosen Passagen.