
Solistin / Solist
Jörg Schneider
- Tenor
Biografie
Der österreichische Tenor Jörg Schneider ist seit September 2017 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Zuvor war er zehn Jahre lang Ensemblemitglied der Wiener Volksoper, wo er sich ein breites Repertoire in Oper und Operette erarbeitete und sich als vielseitiger Charaktertenor profilierte.
An der Wiener Staatsoper war er in zahlreichen Produktionen zu erleben, unter anderem als Iro in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria, sowie in Werken wie Wozzeck, Salome, Die Meistersinger von Nürnberg und Pagliacci. In der Spielzeit 2023/24 wirkt er in der Neuproduktion von Puccinis Turandot mit. Ein weiterer wichtiger Schritt ist sein Rollendebüt als Florestan in Beethovens Fidelio, das ihn im Jänner 2024 nach Bari führt.
Internationale Aufmerksamkeit erregte Schneider unter anderem mit konzertanten Aufführungen beider Mime Partien aus Wagners Ring des Nibelungen, die er im Herbst 2022 unter der Leitung von Marek Janowski in Dresden interpretierte. 2022 gab er zudem sein Rollendebüt als Hauptmann in Alban Bergs Wozzeck und als Mime in Wagners Siegfried, sowie sein Hausdebüt als Mime in Das Rheingold an der Wiener Staatsoper. Bereits 2018 debütierte er als Mime in Das Rheingold an der Staatsoper HamburgIm Bereich der Operette war Jörg Schneider zuletzt im Sommer 2023 als Sou-Chong in Lehárs Das Land des Lächelns beim Open Air Operettenfestival Langenlois zu hören. Weitere Engagements führten ihn unter anderem an das Prinzregententheater München, wo er 2022 in einer Radioübertragung als Pygmalion in Suppès Die schöne Galathee auftrat, sowie als Sultan Soliman in Mozarts Zaide.
Sein künstlerischer Weg führte ihn darüber hinaus an bedeutende Opernhäuser und Festivals im In und Ausland, darunter die Salzburger Festspiele, Glyndebourne, das Teatro alla Scala di Milano, die Deutsche Oper Berlin, das Teatro Real Madrid, die Semperoper Dresden, die Staatsoper Stuttgart, das Opernhaus Zürich, sowie an zahlreiche Bühnen in Italien, darunter Rom, Florenz, Turin, Verona, Palermo und Parma. Auch in Tokyo und Hongkong war er zu Gast.
Als Konzertsänger trat Jörg Schneider unter anderem im Wiener Musikverein, im Wiener Konzerthaus, in der Royal Albert Hall, in der Carnegie Hall, im Concertgebouw Amsterdam, bei Radio France, sowie in der Philharmonie Dresden auf. Sein Konzertrepertoire umfasst Werke wie Haydns Die Schöpfung, Bachs Johannespassion, Mozarts Requiem, Verdis Messa da Requiem und Mendelssohns Die erste Walpurgisnacht.
Er arbeitete mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Claudio Abbado, Christian Thielemann, Semyon Bychkov, Dennis Russell Davies und Bertrand de Billy. Neben seiner Bühnentätigkeit ist Jörg Schneider auch als Pädagoge aktiv. Er unterrichtete Sologesang am Prayner Konservatorium Wien und ist seit 2020 am Franz Schubert Konservatorium tätig. Seit 2022 hat er zudem einen Lehrauftrag an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw).
Jörg Schneider wurde in Wels geboren, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben und studierte in Wien bei Prof. Elfriede Obrowsky. Zu seinen CD Einspielungen zählen unter anderem Alfred in Strauss’ Die Fledermaus bei Nightingale Classics.