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Solist
Peter Kirk
- Sir George / Oskar
Biografie
Der musikalische Weg des britischen Tenors Peter Kirk begann bereits im Alter von acht Jahren. Als Chorknabe erarbeitete er sich die höchsten Auszeichnungen der Royal School of Church Music und sang zahlreiche Soli, die unter anderem auch auf BBC Radio 3 zu hören waren. Nach seinem Stimmbruch mit 14 Jahren legte er zunächst eine Pause vom Singen ein. Während seines Bachelorstudiums in Internationaler Politik an der University of Wales Aberystwyth fand er jedoch über die Chorverbände der Universität wieder zur Musik zurück und wandte sich kurz nach seinem Abschluss dem Sologesang zu.
Peter absolvierte einen erfolgreichen Masterabschluss in Performance und erlangte anschließend ein Artist Diploma in Opera an der International Opera School des Royal College of Music in London. Danach zog er nach Frankreich, wo er im Opernstudio der Opéra National du Rhin tätig war. Dort übernahm er Rollen wie den Prinzen in Respighis „Dornröschen“, Paolino in Cimarosas „Il matrimonio segreto“, den Deuxième Paysan in Dukás’ „Ariane et Barbe-Bleue“ sowie Chaplitsky in Tschaikowskys „Pique Dame“.
Auch in den folgenden Jahren pflegte er eine enge Zusammenarbeit mit dem Opernhaus in Straßburg und gastierte dort unter anderem als Antonio in Wagners „Das Liebesverbot“, als Pasek in Janáčeks „Das schlaue Füchslein“, als Dritter Jude in Strauss’ „Salome“, als Hotel Porter in Brittens „Tod in Venedig“ sowie in der Saison 2022/23 als Monostatos in Mozarts „Die Zauberflöte“.
Zu den weiteren renommierten Opernhäusern und Festivals, mit denen Peter Kirk zusammengearbeitet hat, zählen das Royal Opera House in London, die English National Opera, die Opéra National de Lyon, die Lettische Nationaloper, die Bergen Nasjonale Opera, die Volksoper Wien, die Nederlandse Reisopera sowie die Opéra de Lille. Darüber hinaus gastierte er bei Festivals wie Aix-en-Provence, Opera Holland Park, dem Grafenegg Festival, dem Grange Festival und dem Hyogo Performing Arts Center in Japan.
Er überzeugte als Lysander in Brittens „Ein Sommernachtstraum“ (unter anderem in Tours, beim Grange Festival, im Hyogo Performing Arts Center und beim Nevill Holt Festival), als Graf Almaviva in Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ (Opéra de Vichy und Théâtre Impérial de Compiègne) sowie in weiteren lyrischen Tenorpartien wie Tom Rakewell in Strawinskys „The Rake’s Progress“ an der Lettischen Nationaloper in Riga und als Tamino in Mozarts „Die Zauberflöte“ am Soho Theatre London.
In jüngerer Zeit widmete er sich verstärkt auch Charakterrollen, etwa als Tobias Ragg in „Sweeney Todd“ (2019) an der Bergen Nasjonale Opera. Im selben Jahr gab er sein Debüt an der Wiener Volksoper als Charlie Dalrymple in „Brigadoon“. In seine Heimat England kehrte er als Frederic in „The Pirates of Penzance“ (2021) sowie als Ralph Rackstraw in „H.M.S. Pinafore“ für die Opera Holland Park im Sommer 2022 zurück.
Auch auf der KonzertbĂĽhne ist der Tenor gefragt. Engagements fĂĽhrten ihn unter anderem zur Hundertjahrgala unter der Leitung von Yutaka Sado beim Grafenegg Festival sowie zum Hyogo Performing Arts Center in Japan. 2018 debĂĽtierte er zudem im Gasteig MĂĽnchen als Tenorsolist im Mozart-Requiem.
Neben seiner Operntätigkeit widmet sich Peter Kirk zunehmend auch dem Liedgesang. Im Januar 2022 debütierte er erfolgreich an der Opéra de Lille mit Schuberts „Die schöne Müllerin“. Bereits im Oktober 2020 war er im Theater Delphi in Berlin zu erleben, wo er in einer genreübergreifenden Neuinterpretation von Schuberts „Schwanengesang“ gemeinsam mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern auftrat.