Skip to content

Composer

Wolfgang Zeller

September 12th, 1893 – January 11th, 1967

Wolfgang Zeller begann sein Studium in München (Violine),zog jedoch bald darauf nach Berlin, wo er sich auf das Kompositionsfach konzentrierte und seine ersten Auftritte als Dirigent und Komponist an der Berliner Volksbühne hatte. Von 1921 bis 1929 arbeitete er u. a. mit Erwin Piscator, Max Reinhardt, Jürgen Fehling und Heinz Hilpert zusammen, für die er an die 80 Schauspielmusiken schrieb. 

Mit der Filmmusik zu «Die Abenteuerdes Prinzen Achmed» wurde Zeller 1926 auch für den Film als Komponist entdeckt, und mit seiner Musikillustration zu Hans Kysers «Luther» avancierte er zum meistgespielten Filmkomponisten des Jahres 1927. Der durchschlagende Erfolg führte dazu, dass in Hinkunft für jeden Stummfilm eine originale Komposition geschaffen werden musste, wie die Gesellschaft der Film-Musik-Autoren e. V. nach Zellers Erfolgen in ganz Deutschland forderte. Zeller wurde zum Baden-Badener Avantgarde-Festival «Deutsche Kammermusik» eingeladen, bei dem u. a. auch Paul Hindemith, Darius Milhaud, Ernst Toch, Walter Gronostay und Hugo Herrmann Vorschläge für gute Originalmusik zum Film vorstellten. (Helmut Imig)

Weiters schrieb Zeller die Musik zum ersten deutschen Tonfilm, Walter Ruttmanns «Melodie der Welt» (1929). Nach diesem wichtigen Werk wurde er mehr und mehr einer der gefragtesten Komponisten des deutschen Films, wobei ihm gleich zu Beginn der Tonfilmzeit seine zwei besten Partituren («Vampyr», 1932; «Die Herrin von Atlantis», 1932) gelangen. Während der Nazi-Zeit schrieb er für eindeutige Propagandafilme («Der Herrscher», 1937; «Jud Süß», 1940) ebenso wie für Komödien («Der zerbrochene Krug», 1937), pathetische («Immensee», 1943) und echt dramatische Streifen («Fahrendes Volk / Les Gens du voyage», 1938). Nach dem Krieg gelangen ihm überraschend ernste und eindringliche Musiken zu antifaschistischen Werken wie «Ehe im Schatten» (1947) und «Morituri» (1948). Seine letzte Filmpartiturschrieb er für «Serengeti darf nicht sterben» (1959). (Europäische Filmphilharmonie)

 

Works

Selection from the catalogue

1–1 of 1Page 1 of 1