Krokodilslieder
Op. 28Komponiert: 1979
- Gattung
- Zeitgenössische Musik
- I. Krokodilslied
- II. Elefantenlied
- III. Ententaufe
- IV. Die Klapperschlange
- V. Nächtlicher Umtrieb (nur in der Orchesterfassung)
- VI. Beat-Lied
- VII. Anhang: Ins Stammbuch
Bereits 1973 komponierte ich meine Milchzahnlieder nach Texten meines Freundes Richard BIetschacher. Da diese Lieder bei den verschiedensten Altersgruppen sehr gut angekommen sind, beschloss ich 1979, einen weiteren Zyklus nach Bietschacher-Versen zu komponieren, diesmal für einen bestimmten Interpreten, den gemeinsamen Freund Nali Gruber, Komponist und „Chansonnier“ von Graden. Die Lieder widmete ich meinen zwei jüngeren Kindern.
Da Krokodile ihre Milchzähne bekanntlich verhältnismäßig früh verlieren, gelangen diese Gesänge etwas bissiger, wilde Tiere hielten Einzug. Widrige Umstände verhinderten eine Aufführung in der Originalbesetzung mit Kammerensemble, bis sich Alpbach - an große Tiere seit Jahrzehnten gewohnt - zur Uraufführung entschloss. Der Symbolwert des kunstsinnigen Krokodils und der von Liebe überwältigten Klapperschlange sollte an diesem Orte dennoch nicht überschätzt und keineswegs als kränkend empfunden werden.
Iván Eröd